Grundig versus Philips
Moderator: timundstruppi
Grundig versus Philips
Wenn man die Schaltpläne mal genau studiert und sich die Verkaufsprospekte genau anschaut, dann fällt auf, dass so ab ca 1984 die Grundig-Qualität gegen Philips ankämpfen musste. Die Design-Abteilung hatte schon 1984/85 gewonnen (merkwürdige Schieberegler, extrem viel Plastik, komische Farbgebung, einfachere Metallgehäuse, viel Billig), was den Niedergang weiter forcierte. FineArt war ein letztes Aufbäumen, was allerdings auch verbeblich war, weil teilweise zugekaufte Japan-Technik verbaut wurde und auch das Design nichts mehr mit Grundig zu tun hatte und mehr nach einem Philips aussah.
- timundstruppi
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Re: Grundig versus Philips
NAch den 100mm Bausteine fand ich nichts mehr schon. Die Slim- und Mini Geräte oder die Midis fand ich auch schön.
Ich habe noch kein Midis, will ich aber auch lassen.
Ich habe noch kein Midis, will ich aber auch lassen.
Re: Grundig versus Philips
Och, die ersten Fine-Arts finde ich sehr lecker - sie sind auch schon kleine Legenden. Auf FineArtsOnly gibts gute Geräte und viele Infos dazu.
Selbst besitze ich nur die späten (CD2, A1, T1 ...) im Büro, sehr zuverlässig und bisher ungewartet. Der CD bräuchte ne neue Lasereinheit, die gibt es noch (Standard Philips CDM) für kleines Geld.
LG
Mike
Selbst besitze ich nur die späten (CD2, A1, T1 ...) im Büro, sehr zuverlässig und bisher ungewartet. Der CD bräuchte ne neue Lasereinheit, die gibt es noch (Standard Philips CDM) für kleines Geld.
LG
Mike
XV/V/A/T 5000, MXV 100, CF5500, T1000, R1000, TS1000, Monolith 50, Audiorama 8000, M400, XM 400, XM 600
Re: Grundig versus Philips
Philips gewährte Grundig noch recht lange Investitionen in den Hifi-Bereich, sonst wären die ganzen Fine Arts-Serien nicht in dem Maße möglich gewesen. Zum Vergleich : Bei Telefunken gab es zwar Ende der 80er zwar noch einzelne Innovationen, wie einen DSR Tuner und Tuner/Receiver mit RDS Technologie, aber schon der Verkauf von Dual an die Schneider Rundfunkwerke zeigte ein sinkendes Interesse am Segment Hifi bei Thomson.
Und als in 1993 die spätere Fine Arts Serie vorgestellt wurde, da verabschiedete sich Telefunken leise vom Hifi-Segment Full Size Komponenten.
Es war im Verbund Philps/Marantz/Grundig viel mit Verwendung gleicher Komponenten, Bauteile, Laufwerke. Die spätere Fine Arts war auch eine Art Baukastensystem. Alleine wenn man sich betrachtet, dass für alle Komponenten nur genau zwei Gehäuseformate benutzt worden. Immerhin kam das meiste aus Europa(Portugal, Belgien, Plattenspieler und Lautsprecher aus Deutschland), nur die Kompaktanlagen und die Budget-CD Spieler CD 360 und CD 435 kamen aus einem Werk in Malaysia. Wohlgemerkt ein Grundig-eigenes Werk, kein Zulieferant.
Aber auch ich kann bestätigen, dass diese Geräte bei mir immer zuverlässig laufen, nur die CD Spieler brauchen nach drei Jahrzehnten etwas Wartung.
Philips brachte ab 1993/94 mit der 900er Serie auch Komponenten auf den Markt, die sich durch ihr Design auf dem Markt abheben sollten, aber diese finde ich nicht so gut aussehend wie die Fine Arts Geräte. Bei einem damaligen Bekannten habe ich 1998 in dessen Dienstwohnung mal so eine Anlage in real gesehen.
Ich hatte etwa 1995/96 eine Ausgabe des Manager Magazins, in der auch über ein damaliges Jubiläum von Grundig (65 Jahre?) berichtet wurde und über die aktuelle Stellung im Philips Konzern, Es war schon absehbar, dass sich etwas ändern musste. Der zuständige Leiter der Grundig AG, ein Niederländer namens Timmermann, der von Philips nach Fürth versetzt wurde, bemühte sich während der Feier gar nicht mal um eine gespielt gute Miene, angesichts der Situation um Grundig.
Und als in 1993 die spätere Fine Arts Serie vorgestellt wurde, da verabschiedete sich Telefunken leise vom Hifi-Segment Full Size Komponenten.
Es war im Verbund Philps/Marantz/Grundig viel mit Verwendung gleicher Komponenten, Bauteile, Laufwerke. Die spätere Fine Arts war auch eine Art Baukastensystem. Alleine wenn man sich betrachtet, dass für alle Komponenten nur genau zwei Gehäuseformate benutzt worden. Immerhin kam das meiste aus Europa(Portugal, Belgien, Plattenspieler und Lautsprecher aus Deutschland), nur die Kompaktanlagen und die Budget-CD Spieler CD 360 und CD 435 kamen aus einem Werk in Malaysia. Wohlgemerkt ein Grundig-eigenes Werk, kein Zulieferant.
Aber auch ich kann bestätigen, dass diese Geräte bei mir immer zuverlässig laufen, nur die CD Spieler brauchen nach drei Jahrzehnten etwas Wartung.
Philips brachte ab 1993/94 mit der 900er Serie auch Komponenten auf den Markt, die sich durch ihr Design auf dem Markt abheben sollten, aber diese finde ich nicht so gut aussehend wie die Fine Arts Geräte. Bei einem damaligen Bekannten habe ich 1998 in dessen Dienstwohnung mal so eine Anlage in real gesehen.
Ich hatte etwa 1995/96 eine Ausgabe des Manager Magazins, in der auch über ein damaliges Jubiläum von Grundig (65 Jahre?) berichtet wurde und über die aktuelle Stellung im Philips Konzern, Es war schon absehbar, dass sich etwas ändern musste. Der zuständige Leiter der Grundig AG, ein Niederländer namens Timmermann, der von Philips nach Fürth versetzt wurde, bemühte sich während der Feier gar nicht mal um eine gespielt gute Miene, angesichts der Situation um Grundig.
Re: Grundig versus Philips
Ich denke, Philips war an der Grundig-Technik nie interessiert. Man wollte den dicken Marktanteil und die Umsätze, was dann nicht mehr klappte, weil jeder Kunde wusste, dass es kein Grundig mehr war.