Hallo miteinander
Der V2/V3/V4 sind meiner Meinung nach ein sehr schöner und diskret aufgebaute Verstärker.
Der V2 besitzt eine ganz klassische Gegentakt-Endstufe mit BC-/BD-Transistoren, also komplett ohne Verstärker-ICs oder STK-Hybride. Vom Aufbau und vom Konzept her ist der V2 noch eher ein klassischer Grundig-Verstärker, wie man ihn aus dieser Zeit kennt – leider allerdings mit Darlington-Transistoren in der Endstufe.
Der V3/V4 besitzen dagegen etwas, das damals schon eher Luxus war: ein getrenntes Netzteil mit eigenem Trafo für die Endstufe sowie für die Vorstufe und die übrigen Module. Auch bei den Eingangsstufen wurde sehr aufwendig gearbeitet. Dort kommen Puffer bzw. Impedanzwandler zum Einsatz, und zwischen den einzelnen Kanälen befindet sich zusätzlich ein Abschirmblech. Insgesamt ist das wirklich ein sehr feiner und durchdachter Aufbau. Mein FA A-905 ist vom Aufbau den V3/4 eher unterlegen.
Auch von den technischen Daten her sind alle drei Verstärker sehr gut aufgestellt. Den V1 lasse ich an dieser Stelle einmal außen vor, da er eher als günstigeres Einstiegsgerät konzipiert war.
Was mir besonders gefällt, dass bei allen drei Geräten sowohl bei der technischen Entwicklung als auch beim mechanischen Aufbau sehr viel Wert auf Qualität gelegt wurde. Die massive Aluminium-Frontplatte, die schweren Drehknöpfe und die insgesamt sehr solide Konstruktion vermitteln einfach einen hochwertigen Eindruck.... wurde ja praktisch in Franken Entwickelt und in Braga gebaut.
Auch das Design gefällt mir persönlich ausgesprochen gut. Der V3/T6/CD3 steht bei mir direkt neben meiner FineArts-Klassik-Anlage – und optisch passt das meiner Meinung nach hervorragend zusammen.
