Hallo Reinhard,
leider habe ich hierzu keine Daten - ich gebe bezüglich der Induktivität von Elkos nur wieder, was man in verschiedener Fachliteratur lesen konnte. Ich erinnere mich an einen Beitrag zu Kondensatoren in Endstufen, speziell dem Elko der im Rückkoppelnetzwerk gegen Masse liegt - hier werden üblicherweise Kapazitäten zwischen 100µ und 1000µ verwendet. Wenn ich allerdings Schaltpläne verschiedener Hersteller anschaue, schaltet heutzutage niemand mehr Folienkondensatoren parallel zu Koppelkondensatoren, auch nicht bei Geräten in Preislagen jenseits der 5000 €.
Beim Klirrfaktor und beim Abstand zum Rauschen gebe ich dir Recht, dass der Koppelkondensator an den Innenwiderstand der Verstärkerstufe angepasst werden muss. Da der Scheinwiderstand XC von Kondensatoren von der Frequenz abhängt, macht das bei niedrigen Frequenzen starken Einfluss. Nachfolgend habe ich den Vorverstärker im A903 mit verschiedenen Koppelkondensatoren simuliert:
Gün: 1µF
Blau: 10µF
Rot: 47 µF
Hier sieht man, dass bei Frequenzen <= 100Hz signifikante Unterschiede sind, welche aber weit außerhalb des Hörbereichs sind.
Was ich noch nicht nachlesen, bzw. ermitteln konnte ist: Wie wirkt sich die Ladezeit auf den Verstärker aus?
Die Vorverstärkerstufen in ehemaligen Grundig-Geräten haben alle große Eingangswiderstände. Hier würde ein C mit 47µF etliche Sekunden benötigen bis er vollständig geladen ist.
Gruß, Rudolf
v5000 Reglerplatte
Moderator: timundstruppi
Re: v5000 Reglerplatte
Das Problem mit dem Aufladen hat man doch nur, wenn größere DC-Werte anliegen. Oder?