A5000 Transistoren

Alles über größte Endstufe der 100mm Serie hier rein

Moderator: timundstruppi

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oldiefan
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von oldiefan »

Hallo Rudolf,

dass der Thermoschalter am V 5000 abschaltet, hatte ich bei Leistungstests schon mehrfach. Dazu gehört nicht viel. Schon Betrieb bei Nennleistung nach > 10 Minuten (vielleicht waren es 20 Minuten?) macht das.

Mit rechts, meine ich den rechten Kanal. In meiner Reparatur-Historie war nicht nur der pnp rechts aussen betroffen.

Gruß
Reinhard
RudolfG
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von RudolfG »

Hallo Reinhard,

wenn Du von Reparatur-Historie sprichst bedeutet das dass bei V5000 und A5000 häufig defekte Endstufen vorkommen? Wie kommt es dazu?
Der Vorbesitzer meines A5000 hatte das Gerät max. 2 Jahre in Betrieb bis zum Ausfall.

Ich habe hier einen knapp 30 Jahre alten Marantz der noch keine Reparatur nötig hatte.

Gerne würde ich mal mit Transistoren experimentieren, die zum Einen spannungsfest sind, des weiteren geradlinigen Verlauf hFE über die Frequenz haben; ON garantiert bei einigen Typen, dass NPN und PNP gleiche Werte haben. Das Ganze scheitert im Moment daran, dass ich die Treiberkarte nicht ausserhalb dem Gerät platzieren kann um mit dem Oszilloscope zu messen. Laut Spice-Simulation würde meine Modifikation gute Ergebnisse liefern, während die Original-Schaltung leicht zum Schwingen neigt. Hier würde ich auf jeden Fall das Eingangsfilter der Endstufe R13, C7 anpassen. C7 kann man ohne Probleme auf 680 pF erhöhen.

Gruß, Rudolf
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oldiefan
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von oldiefan »

Hallo Rudolf,

alle V5000 und A5000, die ich mit defekter Endstufe (Endtransistoren) auf den Tisch bekommen habe, hatten bis dahin wenigstens schon 30 Jahre "auf dem Buckel". Ungefähr 1/3 hatte bis dahin schon eine Endstufenreparatur hinter sich.

Ja, defekte Endstufen sind beim V 5000 und A 5000 relativ häufig, ich würde sagen, ungewöhnlich häufig. Vergleiche ich z.B. mit der Endstufe vom R35, V 2000, R 3000, R 3000-2, die letzteren sind untereinander alle praktisch baugleich, kommen auf eine defekte Endstufe vom Typ V 2000 ungefähr zehn defekte Endstufen vom Typ V 5000.

Von den von mir mit neuen (ISC) Transistoren seit ca. 2010 reparierten Endstufen ist mir bisher keine als wieder defekt geworden mehr gemeldet worden.

Einmal hatte ich den Fehler gemacht, als Ersatz einen einwandfrei messenden (HAMEG-Komponententester, hfe-Messung, Prüfung der Diodenstrecken) aber schon gebrauchten, früher mal ausgebauten Motorola-/Grundig Originaltransistor zu verwenden. Zwei Jahre später kam sie zu mir zurück, wieder mit Endstufenschaden.

Schwingen habe ich beim V5000 / A5000 noch nie feststellen können. Von anderen Verstärkern kenne ich Schwingen gut, es wäre mir nicht unbemerkt "durch die Lappen gegangen".

Gruß
Reinhard
RudolfG
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von RudolfG »

Hallo Reinhard,

lange Jahre hatte ich einen R3000. So weit ich mich erinnere hatte der Darlington-Transistoren in der Endstufe. Außerdem war die Versorgungsspannung einiges niedriger als beim A5000.

Allerdings hatte der R3000 andere Krankheiten; meiner brauchte schon nach wenigen Jahren einen neuen Lautstärkeregler, den ich in der Fachwerkstatt erneuern ließ, da dieser so ein bisschen verwinkelt eingebaut ist.

Früher waren die PNP-Transistoren weniger weit entwickelt als die NPN-Typen. So in meiner Jugend gab es einige Hersteller die aus dem Grund Quasi-Komplementäre Endstufen gebaut hatten. Aber seit Motorola mit dem NJL21193/21194 Transistoren gebaut hatte die HIFI-Tauglich waren, sollten diese Probleme vom Tisch sein. ISC baut auch schon seit einiger Zeit gute Transistoren auch für hohe Spannungen.

Was mir außerdem beim A5000 auffällt, dass in den Treiberstufen unnötig hohe Querströme fließen.
Das ist mitunter ein Grund warum ich den A5000 ausgemustert habe, der nimmt im Leerlauf 70 Watt auf - mein PM4001, der im Hobbyraum läuft, liegt bei 20 Watt Stromverbauch; mein PM6007 im Wohnzimmer liegt bei Zimmerlautstärke bei 30 Watt.

Gruß, Rudolf
RudolfG
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von RudolfG »

Hallo Reinhard,

wenn ich am A5000 direkt am Eingang der Endstufe ein Rechtecksignal einspeise um die Sprungantwort zu messen bzw. neudeutsch die "Slew Rate", erwische ich Amplituden, bei denen dann Gras auf dem Rechteck zu sehen ist. Kann natürlich sein, dass bei dem Gerät irgendein C defekt ist, wobei ich alles was Elko oder Tantal heißt ausgetauscht habe.

Gruß, Rudolf
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oldiefan
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von oldiefan »

Hallo Rudolf,

ja, das ist allerdings ein Zeichen für Schwingung.


Das Rechtecksignal, das ich beim A 5000 gemessen habe, war sauber.

20 kHz:
Grundig A 5000 Rechteck 20 kHz.jpg
Auch bei anderen Pegeln i.O.

Gruß
Reinhard
RudolfG
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von RudolfG »

Hallo Reinhard,

was für ein Oszilloscope benutzt Du?

Bei der Darstellung, Breite des Strahls, kann man nicht wirklich sagen, dass das Signal sauber ist.
Früher hatte ich aus diesem Grund ein Fluke Kombiscope, das sowohl digital als auch analog konnte. Leider wurde es vor zwei Jahren zum Raucher. Das konnte ich dem Gerät zwar temporär abgewöhnen, aber einige Wochen später wars dann endgültig aus. Jetzt habe ich wie viele Andere ein chinesisches Gerät, das zwar viel kann, aber nicht so richtig scharf ist.

Ich mache die Messung immer mit verschiedenen Amplituden bei 10kHz, das sieht dann in etwa so aus wie auf dem folgenden Bild:
A5000 - mod.jpg
Nachdem bei meinem Klavier der höchste Ton bei etwas mehr als 4 kHz liegt sind mir Frequenzen jenseits der 20 kHz schnubbe.

Gruß, Rudolf
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oldiefan
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von oldiefan »

Hallo Rudolf.

das ist noch mit meinem ca. 50 Jahre alten Kikusui COS6100 gemacht. Aus der Zeit, bevor ich mir ein digitales zugelegt hatte. Der Strahl ist beim alten analogen nicht so scharf wie mit dem neuen digitalen. Ausserdem ist noch freihändig fotografiert. In direkter Sicht ist es etwas schärfer, aber auf dem Foto überstrahlt der Strahl und wirkt dadurch noch etwas verbreiterter.

Ich habe seinerzeit ca. ein Dutzend verschiedene Verstärker gemessen und die Strahlbreite ist bei allen so. Da würdest Du dann wohl sagen "so richtig sauber" sieht es nirgendwo aus". Aber wenn's schwingt, sieht es ganz anders aus, dann sehe ich dort deutlich Grass oder "die Raupe" auf dem Strahl.
Rechteck 20 kHz Vergleich.jpg
Meine Messungen sind, wenn ich mich richtig erinnere,alle für 10 V spitze-spitze an 4 Ohm Last gemacht (Rechteck 6,25 W / 4 Ohm). Tendenziell wird das Rechteck "schöner," wenn mit weniger Last und kleinerer Amplitude (kleinerer Leistung) gemessen wird. Betrieb ohne Last kann bei einigen Verstärkertypen u.U. leichtes Schwingen provozieren, das mit Last verschwindet.

Deine Abbildung ist aber nicht vom Oszilloskop, sondern von einer Simulation, oder? Sieht nach LTspice aus.

Zu 20 kHz:
Instrumente sind unterschiedlich obertonreich. Klavier ist in der Beziehung nicht sehr fordernd. Bei Violine und besonders bei Klarinette sieht das schon ganz anders aus. Ich habe mal bei laufender Musik unterschiedlicher Art mit FFT das Hüllspektrum in Echtzeit und gemittelt aufgezeichnet. Damals wollte ich wissen, wieviel Frequenzumfang man "braucht". Die Lautstärke der höherfrequenten Obertöne nimmt zwar ab, aber mehr als 12 kHz braucht man für die Oberwellen auf jeden Fall. Oberhalb von ca. 15-16 kHz tut sich aber nur noch wenig. Die Uralt DIN-Norm, die bis wenigstens 16 kHz forderte, war so gesehen nicht unvernünftig.

Frequenzumfang von Instrumenten (mit Oberwellen): https://blog.landr.com/_next/image/?url ... =1440&q=75

Meine Simulation eines 20 kHz 10 Vs-s @ 4 Ohm Rechtecks bei der V 5000 Endstufe gibt dies:
V5000 Endstufe LTspice Simulation 20 kHz Rechteck.jpg
Sieht identisch zur Messung des 20 kHz Rechtecks beim A 5000 aus.


Gruß
Reinhard
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timundstruppi
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von timundstruppi »

Ich finde das Rechteck sieht doch noch relativ gut aus gut. Die Anstiegszeit könnte kleiner sein. Wenn man ein Rechteck nun auf ein Filter gibt oder einfach von 1 bis 7 die Obertöne anzeigen lässt , dann hat das Rechteck oben und ganz unten auf dem Plateau ordentlich Rippel. Das ist dann kein schwingen sondern einfach dadurch bedingt dass man keine weiteren Oberwellen zur Verfügung hat um ein sauberes Rechteck darzustellen. Dazu einfach mal einen Simulator benutzen und einfach filtern oder Obertöne weglassen.
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timundstruppi
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Re: A5000 Transistoren

Beitrag von timundstruppi »

https://phet.colorado.edu/sims/html/fou ... s_all.html

Einfach mal Simulator für Rechteck eingeben und Begrenzung der Oberwellen. Interessant sind auch die sägezahnsignale wenn man dann die Oberwellen wegnimmt klingt es wie manche Töne die Kraftwerk damals erzeugt hat. Ja so fing sie damals an mit den ersten Synthesizern etc
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